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Wie reite ich den Trab richtig?

Balanceakt hoch zu Roß – wie reite ich den Trab richtig
Von unten sieht alles so leicht aus: Pferd und Reiter traben im Einklang locker durchs Gelände oder bezaubern durch einen schwungvollen, raumgreifenden Trab im Dressurviereck.  Aber gerade für Reitanfänger stellt das richtige Traben mit dem vierbeinigen Liebling oft eine echte Herausforderung da und schnell gerät die Aufgabe zu einem echten Balanceakt. Aber wie trabt man denn nun richtig, welche Fehler schleichen sich gerne ein und was für Tipps sollte man beherzigen? Genau diese Fragen beantworten wir dir hier!

Die Gangart „Trab“:

Pferde haben in der Regel drei verschiedenen Gangarten, wobei spezielle Pferderassen auch noch weitere Gänge haben können. Im Turniersport und in den meisten Reitschulen findet man allerdings vorwiegend Pferde mit  den drei üblichen Grundgangarten: Schritt, Trab und Galopp. Der Trab ist dabei die goldene Mitte und ist vom Tempo her schneller als Schritt, aber langsamer als Galopp.

Beim korrekt gerittenen Trab handelt es sich um eine Zweitakt-Bewegung mit einer freien Schwebephase, in der keiner der Hufe des Pferdes Bodenkontakt hat.  In einem gleichmäßigen Takt bewegt das Pferd dabei jeweils seine zwei diagonal gelegenen Beine, welche gemeinsam nach vorne geschwungen werden. Die Fußabfolge sieht im Trab daher so aus:

⁃    vorne links
⁃    hinten rechts
⁃    vorne rechts
⁃    hinten links

Bei einem korrekt gerittenen Trab ist diese Fußabfolge sehr gleichmäßig und die Hinterhufe sollten in der Spur der Vorderhufe sein. Je nach Schnelligkeit und Versammlungsgrad des Pferdes unterscheidet man in der Dressurarbeit zwischen verschiedenen Trabarten:

⁃    Arbeitstrab
⁃    Mitteltrab
⁃    versammelter Trab

Zudem gibt es in der Dressur auch noch verschiedene Lektionen, die dem Trab ähneln oder aus dem Trab heraus geritten werden. Die Piaffe in den höheren Klassen der Dressur ist zum Beispiel ein auf der Stelle gerittener Trab, der einen hohen Versammlungsgrad des Pferdes fordert.

Wie reite ich richtig Trab?

Das hört sich in der Theorie doch alles recht einfach und gemütlich an. In der Realität sieht das Ganze aber meistens anders aus und viele Reitanfänger empfinden den Trab als unangenehmste Gangart. Das liegt oft daran, dass man als Anfänger noch immer versucht die Balance zu halten.

Um das Pferd vom Schritt in den Trab zu bekommen, gibt man ihm die entsprechende Hilfe mit dem Bein, welche die Gleiche ist, die auch beim Anreiten verwendet wird – jedoch sollte man hier etwas fester drücken. Zudem sollte man beachten, dass man die Zügel nicht zu fest hält und dem Pferd ein bisschen Raum zum antreten nach vorne lässt.

Hat man sein Pferd dazu bewegt in die nächst schnellere Gangart zu wechseln, sollte man beginnen leichtzutraben. Dazu steht man immer im Takt aus dem Sattel auf und setzt sich wieder hin. Den richtigen Takt erwischt man, wenn man immer dann aufsteht, wenn das innere Hinterbein nach vorne fußt. Ob man im richtigen Takt ist lässt sich auch daran kontrollieren, dass man immer dann aufsteht, wenn die äußere Schulter des Pferdes nach vorne schwingt. Wechselt man die Hand, bleibt man einen Takt länger sitzen, um wieder auf dem richtigen Fuß leichtzutraben. Diese Art des Trabens ist besonders in der Lösungsphase jeder Reitstunde nützlich, denn sie entlastet den Pferderücken. Beim Aussitzen des Trabs steht man nicht im Sattel auf, sondern bleibt die ganze Zeit sitzen und versucht locker im Takt mitzuschwingen.

Häufigsten Fehler im Trab:

Egal ob beim Leichtraben oder Aussitzen, den Trab korrekt zu reiten ist gar nicht so einfach wie es aussieht. Wir haben dir hier die häufigsten Fehler einmal aufgelistet:

⁃    beim Leichtraben zu hoch aufstehen – dadurch kommt man nicht rechtzeitig in den Sattel zurück und verliert den richtigen Takt
⁃    zu lange Steigbügel machen das Leichtraben schwerer, daher sollten diese immer auf eine korrekte Länge eingestellt sein
⁃    man sitzt nicht locker genug und presst die Knie zu fest ans Pferd – auch das erschwert das Aufstehen, Gleichgewichtsübungen können bei diesem Problem helfen
⁃    dem Pferd wird nicht genug Zügel und damit Raum gegeben, um weiter auszugreifen und einen gleichmäßigen Takt mit Schwebephase zu finden


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